RETHINKING Nature

RETHINKING NATURE

RETHINKING LANDSCAPE


Rethinking Nature/Rethinking Landscape stellt die Schlüsselrolle der Fotografie in der Wahrnehmung von Natur und Landschaft in den Mittelpunkt und reflektiert die Beziehung von Mensch und Natur.

Phillipa Bloom, Untitled II, 2020 © Phillipa Bloom

Rethinking Nature

Seit der Erfindung des Mediums spielt das fotografische Abbild eine entscheidende Rolle bei der Wahrnehmung von Natur und Landschaft. Diese Ausstellung vereint fünf junge, herausragende europäische Positionen, die das aktuelle Verhältnis von Mensch und Natur kritisch reflektieren, ökologische Veränderungen visuell erfahrbar machen und dabei die Möglichkeiten der fotografischen Repräsentation ausloten.

In Kooperation mit dem Netzwerk European Month of Photography.


Künstler:innen

Vanja Bucan, Maria-Magdalena Ianchis, Inka & Niclas Lindergård, Anastasia Mityukova, Danila Tkachenko

Slideshow: Rethinking Nature

Basierend auf dem Open Call des Festivals und den daraus hervorgegangenen Einreichungen wurden Arbeiten von 111 internationalen Künstler:innen ausgewählt und zu einem eindringlichen, audiovisuellen Erlebnis arrangiert. Zeitgenössische Natur- und Landschaftsfotografie kommt in ihrer Vielfalt ebenso zum Ausdruck wie unterschiedliche Perspektiven auf den Begriff Natur.

In Kooperation mit Mois européen de la photographie Luxembourg und Imago Lisboa.

Weitere Informationen hier

Künstler:innen

Renate Aller, Anita Allyn, Rui Delgado Alves, Regina Anzenberger, Natascha Auenhammer, Sophia Ausweger u.v.m

  • © Inka & Niclas Lindergård, 2018 (2).jpg Inka & Niclas Lindergård, 4K Ultra HD I, 2018 © Inka & Niclas Lindergård
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  • © Danila Tkachenko, 2016.jpg Danila Tkachenko, #9, aus der Serie: Motherland, 2016 © Danila Tkachenko
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  • © Anastasia Mityukova, ongoing.JPG Anastasia Mityukova, Project Iceworm, ongoing © Anastasia Mityukova
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  • Transition06.jpg Maria Magdalena Ianchis, Transition Space, 2020, Videostill © Maria Magdalena Ianchis
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  • © Inka & Niclas Lindergård, 2018.jpg Inka & Niclas Lindergård, 4K Ultra HD II (Tropical), 2018 © Inka & Niclas Lindergård
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  • sequences1_bucan.jpg Vanja Bucan, aus der Serie: Sequences of Truths and Deception, 2015 - 2019 © Vanja Bucan
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Hypothese: Alles ist Blatt

Hypothese: Alles ist Blatt

Dezsö findet eine Metapher für den Menschen in den Pflanzen, die aus denselben Molekülen und Strukturen aufgebaut sind wie wir. Diese abstrakte Parallele trägt zusammen mit den sorgfältig arrangierten, hochwertigen und äußerst detaillierten heterogenen Bildern, die eine Art Wunderkammer bilden, zu einer überzeugenden und sorgfältigen Untersuchung bei.

Eine Kooperation mit dem Robert Capa Contemporary Photography Center, Budapest.


Künstler: Tamás Dezsö

Kurator: István Virágvölgyi

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The Petunia Carnage

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The Petunia Carnage

„Das Telefon läutete. Miller, mein früherer Chefinspektor, war am Apparat. Er klang besorgt. ‚Blumen wurden gefunden, ermordete Blumen. Petunien. Wir brauchen Ihre Hilfe. Bitte kommen Sie!‘“ So beginnt Klaus Pichlers Projekt The Petunia Carnage, ein fiktiver Kriminalfall um „illegale“ Pflanzen, erzählt aus der Perspektive eines pensionierten Ermittlers.
Das Projekt beruht auf einer wahren Begebenheit: Die „Petunienkrise“ traf die Blumenindustrie im Jahr 2017, als bekannt wurde, dass alle handelsüblichen orangefarbigen Petunien genmanipuliert sind und daher ohne Zulassung verkauft wurden.

Künstler: Klaus Pichler

The Arsenic Eaters

The Arsenic Eaters

In The Arsenic Eaters untersucht Simon Brugner den historisch weitverbreiteten Glauben, dass der Verzehr von Arsen, einem der stärksten mineralischen Gifte, der Gesundheit förderlich sei. Viele der Giftesser waren vor dem 20. Jahrhundert in der ländlichen Bevölkerung der Ostalpen (besonders in der Steiermark) zu finden. Obwohl es sich um eine weit verbreitete Gewohnheit körperlich schwer arbeitender Menschen handelte, waren die Arsenesser bestrebt, diese Angewohnheit zu verbergen, denn der Verzehr von Arsen war verpönt. Doch wie präsentiert man eine Legende, wenn so wenig davon dokumentiert ist und diese sogar angezweifelt wird?


Künstler: Simon Brugner

© Simon Brugner-klein.jpg

Blue Sky Monument

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Blue Sky Monument

Momentaufnahmen des Himmels in Variationen von Blautönen erinnern an den globalen Ausnahmezustand. In ihrer poetischen und kontemplativen Reduktion liegt die Kraft, über den Turbokapitalismus unserer Zeit nachzudenken. Eine Collage verschiedener Aufnahmen hat die Künstlerin als Plakat zum Mitnehmen konzipiert. So gewinnt Judith Huemers „Monument des blauen Himmels“ einen ortsunabhängigen Wirkungskreis. Während die Stapelhöhe des kompakten Blocks im Ausstellungsraum stetig abnimmt, breitet sich das „Himmelsdenkmal“ im öffentlichen und privaten Raum aus.

Plakate zur freien Entnahme solange der Vorrat reicht.


Künstlerin: Judith Huemer

Universal Thoughts – Ökonomie und Material

Universal Thoughts – Ökonomie und Material

Das kapitalistische Wirtschaftssystem ist durch Überschussproduktion gekennzeichnet. Dieses als Surplus bezeichnete Phänomen begreift der Künstler als Möglichkeit zur Untersuchung der Beziehung zwischen Mensch, Material und Naturgewalt. Beispielgebend hierfür ist der Glass Beach nahe Ford Bragg in Nordkalifornien, wo 50 Jahre lang Müll im Meer deponiert wurde. Die Natur hat das Glas zu touristisch beliebten Perlen erodiert.

Künstler: Georg Petermichl

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Mountain Pieces. Reflecting History

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Mountain Pieces. Reflecting History

Sowohl die Schönheit der Südtiroler Dolomiten als auch deren Rolle in der Vergangenheit als Kriegsschauplatz rücken in den Aufnahmen ins Bild. So etwa der Alpenwall in den Gebirgsmassiven des Hochpustertals und andere umkämpfte Zonen. Die Künstlerin begibt sich auf Spurensuche und interveniert subtil mit Spiegeln und Steinen, mit Rauch (-zeichen) und Fahnen. Bisweilen tritt sie auch selbst als Protagonistin auf. Es sind berührende fotografische wie filmische Mahnmale gegen den Krieg.

Eine Ausstellung des LUMEN Museum für Bergfotografie, Südtirol, Italien.


Künstlerin: Sissa Micheli

Zoology

Zoology

In einer 2020 begonnenen Fotoserie zeigt der österreichische Fotograf Stefan Oláh neue Blicke auf Sammlung und Exponate des zoologischen Instituts der Universität Wien. Nicht nur die Präparate, auch deren historische Schautafeln betrachtet er aus der Nähe und interpretiert mit seinem speziellen Blick des nahsichtigen „Hineinzoomens“ manches Sinnesorgan um.


Künster: Stefan Oláh

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Unseen Wien

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Unseen Wien

UNSEEN WIEN ist ein Titel, der auf vielerlei Weise interpretiert werden kann. So präsentieren auch die Schüler:innen der heurigen Maturaklasse des Ausbildungszweigs Fotografie und audiovisuelle Medien ihre persönlichen Auffassungen des Themas in unterschiedlichen Fotoserien. Dabei wurden in den letzten Monaten Konzepte ausgearbeitet, die die jugendlichen Sichtweisen des Themas zum Ausdruck bringen.


Künstler:innen: Dorian Janauer, Paola Komanek, Ania Mookenthottam, Lea Mühlhauser, Franzi Rauscher, Viola Voldrich, Leila Winkler, Lara-Sophie Zielinger

Kurator: Walter Roschnik