Wien um 1900

  • Datum
  • 18:00
  • Ort
    Leopold Museum
  • 208_C_Leopold Privatsammlung_Foto Leopold Museum, Wien_Manfred Thumberger.jpg © Leopold Privatsammlung, Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger
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  • 208_C_Leopold Privatsammlung_Foto Leopold Museum, Wien_Manfred Thumberger.jpg © Leopold Privatsammlung, Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger
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  • 308_C_Leopold Privatsammlung_Foto Leopold Museum, Wien_Manfred Thumberger.jpg © Leopold Privatsammlung, Foto: Leopold Museum, Wien/Manfred Thumberger
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Das Leopold Museum entwirft mit seiner neu konzipierten Sammlungspräsentation ein opulentes Tableau, das einen in Dichte und Komplexität einzigartigen Einblick in das Faszinosum Wien um 1900 und das Fluidum jener pulsierenden Zeit bietet.

Die Donaumetropole war um die Jahrhundertwende gleichermaßen die Hauptstadt des Hochadels und der liberalen Intellektuellen, der prachtvollen Ringstraße und endloser Armenviertel, des Antisemitismus und des Zionismus, des starren Konservatismus und der einsetzenden Moderne. Glanz und Elend, Traum und Wirklichkeit, Selbstauflösung und Neuaufbruch bezeichnen den ästhetischen Pluralismus und markieren das Wien jener Zeit als Versuchsstation und Ideenlaboratorium – und damit als zentralen Motor einer turbulenten Erneuerungsbewegung. In diesem heterogenen Milieu – Arnold Schönberg sprach von der „Emanzipation der Dissonanz“ – fand jene einzigartige Verdichtung an Kulturleistungen statt, die uns heute von Wien um 1900 als einem Quellgrund der Moderne sprechen lässt. Der Aufbruch fand in den unterschiedlichsten Disziplinen statt, von der Malerei und den grafischen Künsten, über Literatur, Musik, Theater, Tanz und Architektur bis hin zu Medizin, Psychologie, Philosophie, Rechtslehre und Ökonomie. Die cirka 500 Exponate umfassende, sich über drei Ebenen erstreckende Ausstellung präsentiert den Glanz und die Fülle künstlerischer und geistiger Errungenschaften jener Epoche anhand der Meisterwerke des Leopold Museum sowie großartiger Dauerleihgaben ausösterreichischen und internationalen Sammlungen.

Kurator: Hans-Peter Wipplinger
Teilnehmende FotografInnen: Anton Josef Trčka, Madame D’Ora, Heinrich Kühn und weitere FotografInnen der Wiener Moderne

Leopold Museum
Museumsplatz 1, 1070 Wien
www.leopoldmuseum.org
E office@leopoldmuseum.org
T +43 1 525 70 1513
Mi bis Mo 10:00-18:00 Uhr, Do 10:00–21:00 Uhr
Eintritt:
Regulär: 13 Euro
Ermäßigt: 8 Euro
Studierende unter 28 Jahren: 9 Euro
Senioren ab 60 Jahren: 9,50 Euro

11.04.2019, 18:00 Uhr: Walk
Selbstdarstellungen in Wiener Fotografien um 1900
Spezialführung mit der Fotografie-Expertin und Kunsthistorikerin Monika Faber durch die Ausstellung Wien um 1900.
Eintritt bei Voranmeldung unter eroeffnung@leopoldmuseum.org frei. Teilnahme begrenzt: first come, first serve Prinzip.

Fotografen hielten die Gesichter ihrer Zeitgenossen wie Gustav Klimt und Egon Schiele für die Nachwelt fest. Zahlreichen Malern diente die Fotografie als kompositorisches Werkzeug und Vorlage für die naturgetreue Wiedergabe von Helldunkelkontrasten, während Fotografen wie Heinrich Kühn und Hugo Henneberg nach Möglichkeiten suchten, in ihren Arbeiten malerische Effekte zu erzeugen. Weichgezeichnete Landschaften, Porträts und Szenen aus dem bürgerlichen Alltag in den um 1900 entstandenen Gummidrucken und Platinotypien bieten Beispiele einer neuartigen Gattung der Fotografie, die nicht von ungefähr als „Piktorialismus“ bezeichnet wird.